Der Mond ist aufgegangen ...

Unser nächstes Stück:

Elfriede Müller:
Brautbitter

mondIn einem kleinen Saal eines Restaurants sitzen trübsinnig die beiden letzten Gäste eines Leichenmahls, der Psychiater Nemitz und sein alter Freund Sensheim, Makler von Beruf. Die Dame, die sie zu Grabe getragen haben, hielt es mit beiden gleichzeitig – diese neue Erkenntnis macht den Männern mächtig zu schaffen. Da erscheint eine buntgewürfelte Hochzeitsgesellschaft, die im Nebenraum feiern will: Türen fliegen, Musik dröhnt, Konfetti, Brautwalzer, Geschenke, Gedichte, Anzüglichkeiten, allgemeines Besäufnis. Nur der Braut wird inmitten der lärmenden Gesellschaft etwas wirr ums Herz, und sie verkriecht sich vor dem Getöse für ein Weilchen zu den beiden trauernden Männern. Bitter wird es der Braut bei den vielen Fragen – wer hier wen liebte und warum und wie lange, und was danach geschieht.

Das 1993 uraufgeführte Stück zeigt dem Zuschauer auf komische, skurrile, witzige und schräge Art verschiedene Formen von zwischenmenschlichen Beziehungen. In einem dramaturgischen Drahtseilakt lässt die Autorin den Zuschauer in mehrere Situationen eintauchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.


Premiere:
Donnerstag, 21. März 2019

Weitere Aufführungen:
Freitag, 22. + Samstag 23. März 2019

 


Was ist ein Brautbitter?
Persönlicher als Post: Der Brautbitter oder auch Hochzeitslader
Bevor die Hochzeitsfeier steigen kann, müssen natürlich die Gäste eingeladen werden, am besten mindestens drei Monate vorher. Eine schöne Form, Freunde und Verwandte zur Hochzeit einzuladen, ist der Rundgang eines Hochzeitsladers oder Brautbitters. Er geht zu den Gästen nach Hause und lädt sie mit einem lustigen Gedicht oder Lied zur Hochzeit ein – was persönlicher und witziger ist als die üblichen, per Post verschickten Einladungen. Der Hochzeitslader stammt noch aus der Zeit, als es niemandem eingefallen wäre, schriftlich zu einer Feier einzuladen.

VoMo18 3s

 

 

 

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